Vereinsgeschichte der Adlerschützen

Die Chronik der Adlerschützen Apfeltrang – Kurzfassung der Vereinsgeschichte

Apfeltrang, ein kleiner, ländlich geprägter Ort im Ostallgäu mit nur wenigen 100 Einwohnern, gelegen zwischen Kaufbeuren und Marktoberdorf, hat dennoch eine große Schützentradition. So ist ein Schießbetrieb mit Feuerstutzen seit mindestens 1866 anhand gut erhaltener Schützenscheiben belegt; weit über den örtlichen Umkreis hinaus, denn kürzlich ist im Archiv der Feuerschützen Landsberg das Ladschreiben einer Schützengesellschaft Apfeltrang über ein Preisschießen im Jahr 1878 aufgefunden worden. Das ist äußerst ungewöhnlich, denn das teure, üblicherweise der besseren Gesellschaft vorbehaltene Feuerschießen war auf dem Dorf nicht üblich. Leider sind über diese Gesellschaft sonst keinerlei Unterlagen bekannt.

Der erste Schießbetrieb in Apfeltrang

Der Schießbetrieb mit dem Zimmerstutzen, der Sportwaffe des „kleinen Mannes“, ist dagegen seit 1896 genauestens dokumentiert, die Gründung des Vereins erfolgte als Zimmerstutzen-Schützen­gesellschaft Apfeltrang. Nach dem Krieg benannte man sich nach dem Vereinslokal „Goldener Adler“ in Adlerschützen Apfeltrang um.
1956 wurde eine Schützenkette angeschafft, finanziert aus Spenden der Bevölkerung, seither vertreten Schützenkönige und seit 1980 auch Jugendkönige den Verein.
Im Jahr 1960 konnte eine Vereinsfahne durch tatkräftige Unterstützung der Bevölkerung beschafft werden, sie ist bei freudigen wie traurigen Anlässen im Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Eine gründliche Renovierung wurde erst 2015 fällig und auch hier dank der Spendenbereitschaft der traditionsbewussten Einwohnerschaft vollständig finanziert.
Ursprünglich wurden zwei Schießstände betrieben, man schoss von der Gaststube aus durch Luken quer durch Nebenzimmer, Küche und die offene Küchentüre ins Stübchen, wo Kugelfänge und Aufzeiger ihren Platz hatten. Das genügte den gestiegenen sportlichen Anforderung bald nicht mehr. Um Wettkämpfe bestreiten zu können, war die Errichtung eines Schützenheims unumgänglich geworden. So entstanden ab 1973 sieben Schießstände und ein gemütlicher Aufenthaltsraum im Obergeschoss des ehemaligen Bräuhauses des Vereinslokals.

Eine sportliche Erfolgsgeschichte

Die sportlichen Erfolge sind seither unzählbar, Apfeltrang entwickelte sich zu einer Hochburg im Armbrustschießen auf 10 Meter, jahrzehntelang wurden Schwäbische Meistertitel nach Apfeltrang geholt. Hervorragend auch die Jugendarbeit, die erste Luftgewehrmannschaft vertrat den Verein von 1984 bis 1997 in der Bezirksliga Schwaben, von 1986 bis 1991 gehörte sie der Bezirksoberliga an, der damals höchsten Klasse auf Bezirksebene. Seit 2013 tritt eine zweite Generation in deren Fußstapfen, sie hat 2013 den Wiederaufstieg in die Bezirksliga und 2015 in die Bezirksoberliga geschafft. Seit 2016 schießt sie nun in der Schwabenliga, die derzeit höchste Klasse im Bezirk, das ist die bundesweit vierthöchste Klasse!
Die neueste Sparte schließlich ist das Böllerschießen, seit 2014 ist eine eigene Böllergruppe unter der Leitung von Schussmeister Bernhard Probst aktiv.
Wer mehr wissen will, kann in Kürze eine detaillierte Zusammenfassung der Vereingeschichte hier downloaden.